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Regenerative wachsen 2019 so stark wie nie zuvor
UNEP-Studie zeigt: Solarsektor mit besonders großem Plus

Im vergangenen Jahr sind weltweit so viele Wind- und Solarenergie-Anlagen wie nie zuvor installiert worden. Das geht aus dem gerade veröffentlichten „Global Trends in Renewable Energy Investment Report 2020“ hervor. Demzufolge wurden Erzeugungskapazitäten aus Erneuerbaren (ohne große Wasserkraftwerke) von insgesamt 184 Gigawatt (GW) finanziert – das sind 20 GW mehr als 2018. Rund 282,2 Milliarden US-Dollar wurden laut des Berichts des UNEP-Collaboration Centre der Frankfurt School of Finance & Management sowie dem Beratungsunternehmen BloombergNEF investiert.

Überraschend dabei: Obwohl der Ausbau deutlich gesteigert wurde, lag die Investitionssumme lediglich ein Prozent über dem Vorjahresbetrag. Grund dafür ist, dass die Kosten für Anlagen drastisch gesunken sind. Damit setzt sich ein langjähriger Trend fort: In den vergangenen zehn Jahren gingen die Kosten für Photovoltaikanlagen um 83 Prozent zurück, für Windenergie immerhin um rund die Hälfte.

Solarsektor legt am meisten zu

Folgerichtig konnte der Solarsektor mit einem Plus von 118 GW auch am stärksten zulegen, obwohl die Ausgaben für den Bereich um drei Prozent auf 131,1 Milliarden Dollar sanken. Leicht gestiegen sind hingegen die Investitionen in den Windkraftausbau. Zum ersten Mal seit dem Jahr 2010 lagen sie mit 138 Milliarden Dollar über denen für Solarenergie (131 Milliarden). Durch die Investitionen konnte eine zusätzlich installierte Leistung von 61 GW bereitgestellt werden.

Neue Netto-Stromerzeugungskapazitäten im Jahr 2019 (Haupttechnologien)

Quelle: UNEP

Der massive Ausbau machte sich bereits im Energiemix bemerkbar: Weltweit betrug der Anteil der Erneuerbaren an der Stromproduktion im vergangenen Jahr 13,4 Prozent – ein Prozentpunkt mehr als 2018.

Die höchsten Investitionen in China und USA

Mehr als die Hälfte der Investitionen in Erneuerbare Energien wurden laut Bericht, wie schon in den Jahren zuvor, in Schwellen- und Entwicklungsländern getätigt. Darunter die bisher größte Finanzierung für ein Solarprojekt, das Projekt „Al Maktoum“ in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Hier lag das Investitionsvolumen bei 4,3 Milliarden Dollar. Auch Taiwan verzeichnete Rekordausgaben von 8,8 Milliarden Dollar für drei Offshore-Windkraftprojekte.

In China und Indien gingen die Investitionen hingegen zurück. Dennoch lag China mit 83,4 Milliarden Dollar weltweit noch deutlich an der Spitze vor den USA. Für den Zeitraum von 2010 bis 2019 zeigt der Bericht dieselbe Rangfolge. Im Zehn-Jahres-Vergleich liegt Deutschland als erstes europäisches Land auf Rang vier. Im vergangenen Jahr gingen die Investitionen hierzulande aber um fast ein Drittel zurück. Insgesamt wurden 4,3 Milliarden Dollar ausgegeben, davon 3,4 für neue Photovoltaikanlagen und lediglich eine für Windräder. Hier hinterlässt die Schwäche der Onshore-Windkraft deutliche Spuren (vielleicht in Link hier?). Mehr wurde in Spanien (8,4 Milliarden) und den Niederlanden (5,5 Milliarden) investiert. Die beiden Länder waren im vergangenen Jahr die europäischen Spitzenreiter mit einem Investitionsplus von jeweils 25 Prozent gegenüber 2018.

Weltweite Investitionen in erneuerbare Energiekapazitäten nach Regionen im Jahr 2019

Quelle: UNEP

Ausbau wird bis 2030 an Fahrt verlieren

In den kommenden Jahren werden die Ausgaben für den Ausbau der Erneuerbaren laut der Studie deutlich zurückgehen: 87 Regierungen hatten sich zuletzt zwar geeinigt, zusammen bis zum Jahr 2030 eine Billion Dollar zu investieren, um die Kapazitäten um 826 GW zu erweitern. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahrzehnt wurden satte 1213 GW für 2,7 Billionen geschaffen.

Die Autoren der Studie treffen deshalb eine düstere Prognose im Bezug auf das Erreichen der Klimaziele. Die Kosten für Strom aus regenerativen Energien seien zwar in den vergangenen Jahren signifikant gesunken. Trotzdem sei das gesteckte Ziel zu niedrig, um die Klimaziele zu erreichen und den globalen Temperaturanstieg auf unter zwei Grad zu begrenzen. Für die Verfasser ist klar: Die Kapazitäten müssen in deutlich größerem Stil ausgebaut werden, um den Klimawandel zu bekämpfen.

Bildnachweis: © UNEP

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