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Die Offshore-Stromerzeugung geht in eine neue Phase
Alle Offshore-Windparks auf See ohne Ausschreibung sind nun gebaut. Der nächste soll 2022 ans Netz gehen

Mit den Windparks Albatros und Borkum II in der Nordsee beschließt die Offshore-Windstrom-Branche das erste Kapitel ihrer jungen Geschichte: Es waren die letzten Windparks auf See, die noch ohne Ausschreibungsverfahren gebaut werden durften. Seit Ende 2019 sind noch einmal wie geplant drei Prozent Erzeugungskapazität hinzugekommen. Seit Juli können die deutschen Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee nun 7.760 Megawatt (MW) Leistung einspeisen. Damit verfügt Deutschland nach Großbritannien über den leistungsstärksten Offshore-Windkraftpark der Welt. Doch dabei wird es auch erst einmal bleiben. Derzeit befinden sich keine Anlagen im Bau, nicht einmal Fundamente für neue Turbinen sind gelegt. Das soll sich aber schon bald ändern.

Status Quo der Offshore-Windenergie in Deutschland

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Neue Ausbauphase 2022

Das nächste Windrad in deutschen Meeren soll 2022 in Betrieb genommen werden. Dann sollen die ersten Projekte der zweiten Phase fertig werden, die während der Ausschreibungen 2017 und 2018 den Zuschlag erhalten haben. Den Auftakt dürfte der Windpark Kaskasi von RWE Renewables machen. Die Investitionsentscheidung für das 342-MW-Projekt 30 Kilometer nördlich der Nordsee-Insel Helgoland ist im April gefallen. Folgen werden nach aktuellen Plänen zwei Windparks mit insgesamt etwa 250 MW nördlich der Ostsee-Insel Rügen.

Alle Windparks der Ausschreibungsrunde 2017/2018 sollen bis 2025 ans Netz gehen und die Stromerzeugungskapazität auf See auf 10,8 Gigawatt (GW) steigern. Angesichts des Ziels der Bundesregierung, eine Offshore-Windstrom-Leistung von 20 GW bis zum Jahr 2030 – und 40 GW bis 2040 – zu installieren, dürfte der Branche also ein beträchtlicher Aufschwung bevorstehen.

Branche unzufrieden mit vorgesehenen Flächen

Im Vorentwurf des Flächenentwicklungsplans (FEP) 2020 sind die Ausbaustufen bis 2040 bereits berücksichtigt. Die Flächen für die weiteren bis 2030 geplanten 9,2 GW sind bereits fixiert, die Ausschreibungen sollen im kommenden Jahr beginnen. Allerdings sind die Modalitäten noch zu klären.

In einer Stellungnahme begrüßen der Bundesverband der Windparkbetreiber Offshore (BWO) und weitere Branchenorganisationen (BWE, VDMA, WAB und die Stiftung OFFSHORE-WINDENERGIE), dass der FEP bereits vorliegt. Sie üben aber auch Kritik: Küstennahe Gebiete seien zu wenig berücksichtigt worden. Mit Blick auf die Ansprüche der Nationalen Wasserstoffstrategie, in der die H2-Produktion mittels Offshore-Windstrom eine wichtige Rolle spielen soll, seien die ausgewiesenen Flächen nicht wirtschaftlich zu betreiben.

Differenzverträge sollen Planungssicherheit bringen

Weiteren Klärungsbedarf sehen BWO und Co. mit Blick auf die Modalitäten der anstehenden Ausschreibungen: Bisher sieht das Gesetz zur Entwicklung und Förderung der Windenergie (WindSeeG) vor, dass bei mehreren Null-Cent-Geboten eine zweite Gebotskomponente eingeführt wird. Diese Regelung, so die Branchenorganisationen, erhöhe die Investitions- und damit die Stromgestehungskosten und letztlich die Strompreise. Dies berge nicht nur Gefahren für den Wirtschaftsstandort Deutschland, sondern auch für den Klimaschutz, wenn stromintensive Industrien in Länder mit einem CO2-haltigeren Strommix abwandern.

Stattdessen schlagen die Branchenorganisationen vor, Differenzverträge (CFDs) einzuführen, wie sie unter anderem in Großbritannien, Frankreich, Italien und Dänemark geschlossen werden. Dabei bieten die Windparkbetreiber eine feste Vergütung an, die sie für eine Megawattstunde Strom erhalten. Erzielen sie später mit ihrem Strom am Markt einen niedrigeren Preis, erstattet der Staat die Differenz. Verdienen sie mehr, müssen sie die Differenz zurückzahlen.

Die Verbraucher profitieren davon, dass nur die Betreiber zum Zuge kommen, die mit den niedrigsten Gestehungskosten kalkulieren. Denn das niedrigste Gebot erhält den Zuschlag. Der Vorteil für die Betreiber ist ein hohes Maß an Planungssicherheit.

Bildnachweis: Ralf Gosch, shutterstock.com

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