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Seitenblick Energiewirtschaft
Mehr Windstrom, weniger Exporte und sinkende Emissionen in Deutschland
Die Energiewende im Stromsektor kommt voran. Deutschland nähert sich den Klimaschutzzielen 2020

Bis die endgültigen Zahlen zur Stromproduktion oder zu den Treibhausgasemissionen in Deutschland für das Jahr 2019 veröffentlicht werden, wird es noch einige Zeit dauern. Vorläufige Berechnungen aber zeigen schon jetzt, dass die Energiewende im Stromsektor voranschreitet und dass daher die Klimaschutzziele der Bundesregierung wieder in greifbare Nähe rücken. Deutliche Veränderungen betreffen auch deutsche Stromexporte und -importe, so Zahlen der Bundesnetzagentur.

Laut einer kürzlich veröffentlichten Auswertung der Agora Energiewende sind die Treibhausgasemissionen in Deutschland 2019 erneut deutlich zurück gegangen. Die Gesamtemissionen im vergangenen Jahr lagen bei 811 Millionen Tonnen und damit 35 Prozent unter dem Niveau von 1990. Damit scheint das Ziel für 2020 von minus 40 Prozent gegenüber 1990 wieder in greifbarer Nähe, so die Schlussfolgerung von Agora. Für den Rückgang verantwortlich sei ausschließlich der Stromsektor.

Mehr Strom aus Erneuerbaren, weniger aus Kohle

Im Jahr 2019 war die Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien Agora zufolge mit über 243 Terawattstunden (TWh) so hoch wie noch nie. Damit stellen die Erneuerbaren Energien einen Anteil von 42,6 Prozent am Bruttostromverbrauch in Deutschland.

Gleichzeitig ging, wie im Laufe des vergangenen Jahres schon absehbar, die Stromproduktion aus Kohlekraftwerken deutlich zurück. So wurden in 2019 114 TWh Strom aus Braunkohle produziert. Dies entspricht einem Minus von 21,7 Prozent gegenüber 2018. Der Rückgang der Stromproduktion aus Steinkohle fiel mit einem Minus von 31,1 Prozent gegenüber 2018 noch deutlicher aus. Damit lag die Stromproduktion aus Steinkohle mit 56,9 TWh deutlich hinter der aus Erdgas, die um 8,8 TWh auf 91,3 TWh anstieg. Gaskraftwerke haben damit Teile der Stromproduktion aus Kohle übernommen.

Die Stromproduktion in Deutschland 2019 (vorläufig)

Bruttostromerzeugung in TWh; Quelle: Agora Energiewende

Strommix in Deutschland 2019 (vorläufig)

Anteil der Energieträger an der Bruttostromerzeugung; Quelle: Agora Energiewende

Höhere CO2-Preise, Kraftwerksblöcke in Sicherheitsbereitschaft

Wesentliche Gründe dafür sind die vergleichsweise hohen Preise für CO2-Zertifikate sowie der niedrige Gaspreis. Zudem sind ältere Steinkohlekraftwerke, wie zum Beispiel Block K des Gersteinwerks stillgelegt und weitere Blöcke von Braunkohlenkraftwerken (Jänschwalde und Neurath) in die sogenannte Sicherheitsbereitschaft überführt worden. Vier Jahre lang können die Anlage bei starken Engpässen in der Stromversorgung binnen zehn Tagen reaktiviert werden.

Für 2020 ist ein weiterer großer Beitrag der Energiewirtschaft geplant. Nach ersten Entwürfen des Kohleausstiegsgesetzes sollen bereits im zweiten Halbjahr 2020 weitere 4 Gigawatt Steinkohlekraftwerkskapazitäten den Markt verlassen und so zur Senkung der Treibhausgasemissionen in Deutschland beitragen.

Sinkende Exporte, steigende Importe

Gesunken sind auch die deutschen Stromexporte im Jahr 2019. Da gleichzeitig zudem mehr Strom aus dem Ausland nach Deutschland geflossen ist, gab es mit 35,1 TWh den geringsten Exportüberschuss seit sechs Jahren.

Hauptabnehmer für Strom aus Deutschland war Österreich. Rund ein Drittel der gesamten Stromexporte floss in das südliche Nachbarland. Überschüsse beim grenzüberschreitenden Stromhandel erzielt die Bundesrepublik laut Umweltbundesamtes seit 2003. Seitdem sei der Stromverbrauch im Inland konstant geringer ist als die Stromerzeugung.

Bildnachweis: RWE AG

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