Rotorblätter einer Windkraftanlage in Nahaufnahme, im Hintergrund das Meer
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Zurück zur ÜbersichtRWE sichert sich Strommenge des Offshore-Windpark Northwester 2
Der Vertrag umfasst die jährliche Gesamtproduktion des belgischen Windparks in Höhe von rund 800 GWh

Doppelt so hoch wie das Atomium, das Wahrzeichen Brüssels, ist das Windrad MHI Vestas 9.5. 80 Meter lang sind allein die Flügel der Turbine, die Gesamthöhe kann mehr als 220 Meter betragen. Mit diesen Maßen ist das neue Offshore-Windrad des dänischen Herstellers MHI Vestas aktuell das größte weltweit – und das leistungsstärkste. Eine einzelne Anlage kann rund 9.500 Haushalte versorgen. Zum ersten Mal eingesetzt wird es vor der belgischen Küste. Bis Ende 2019 sollen im Offshore-Windpark Northwester 2 die ersten dieser Riesen-Windräder stehen und Belgien mit Ökostrom versorgen.

Doch schon jetzt ist die Stromvermarktung gesichert. RWE und die belgische Gesellschaft Parkwind, der Windpark-Betreiber, haben einen langfristigen Strombezugsvertrag unterzeichnet, das gab der Essener Konzern Ende Februar bekannt. Die Handelstochter RWE Supply & Trading GmbH wird künftig die gesamte Stromerzeugung des Windparks Northwester 2 vermarkten. In zweifacher Hinsicht ist die Vereinbarung von Bedeutung. Zum einen plant Belgien – auch zur Erreichung seiner Klimaziele – seine Erneuerbaren-Kapazitäten deutlich auszubauen, der Windpark wird dazu einen wesentlichen Beitrag leisten. Zum anderen zeigt das Beispiel, dass langfristige Stromlieferverträge, sogenannte Power Purchase Agreements (PPAs), in der Branche immer wichtiger werden.

Insgesamt 23 Windräder mit einer Gesamtkapazität von rund 219 Megawatt sollen bis Anfang 2020 im Windpark Northwester 2, der vor der Küste von Zeebrügge liegt, in Betrieb gehen. Dann werden sie durchschnittlich 800 Gigawattstunden grünen Strom pro Jahr erzeugen, die gesamte Menge wird RWE Supply & Trading beziehen. Das Unternehmen beabsichtigt, diesen Strom aus Erneuerbaren Energien sowie die dazugehörigen Ursprungsgarantien an ihre großen industriellen und kommunalen Kunden zu verkaufen.

Belgien setzt auf Offshore-Windkraft

Northwester 2 wird der siebte Offshore-Windpark Belgiens sein, weitere sollen noch folgen. Bis zum Jahr 2020 sollen die Kapazitäten, die momentan bei rund 1,2 Gigawatt (GW) liegen, auf 2,2 GW und bis 2030 sogar auf 4 GW steigen. Der Windpark Northwester 2 ist eines der aktuellen Expansionsprojekte. Ab dem Jahr 2020 soll zudem ein 221 Quadratkilometer großes Gebiet für neue Parks ausgewiesen werden.

Mit dem Ausbau der Erneuerbaren soll der Wegfall der Kapazitäten der Kernkraftwerk Doel und Tihange zumindest teilweise aufgefangen werden, die nach bisherigen Regierungsplänen im Jahr 2025 außer Betrieb gehen sollen. Zudem muss Belgien erheblich mehr Strom aus Erneuerbaren beziehen, um seine Klimaziele zu erreichen.

Belgischer Strommix im Jahr 2017

Anteil der Energieträger in Prozent (Quelle: Febeg)

Die mehrere Monate vor Inbetriebnahme getroffene Vereinbarung zwischen RWE und Parkwind zeigt, wie attraktiv Strom aus Offshore-Windkraft mittlerweile geworden ist. „Der Abschluss dieses Stromabnahmevertrags stellt einen weiteren wichtigen Meilenstein für das Projekt Northwester 2 dar“, erklärt Eric Antoons, Vorstandsvorsitzender von Parkwind.

PPAs sichern Abnehmern große Mengen Ökostrom

PPAs, langfristige Stromlieferverträge, die in der Regel zwischen Verkäufer (Anlagenbetreiber) und einem Käufer (beispielsweise Energieversorger, Stromhändler oder Großverbraucher) geschlossen werden, gewinnen in der Energiebranche an Bedeutung. Bisher vor allem in den USA, aber in wachsendem Maße auch in Europa.

Dies ist eine attraktive Möglichkeit, Strommengen aus erneuerbaren Energiequellen zu sichern und zu managen. Andree Stracke, Chief Commercial Officer Origination & Gas Supply bei RWE Supply & Trading

Anlagenbetreiber können durch die garantierte und sichere Stromabnahme mit festen Erträgen rechnen. Dadurch werden die Finanzierung von bereits getätigten Investitionen sowie die Planung von Neuinvestitionen erleichtert. Stromabnehmer können durch PPAs dagegen die Abhängigkeit von stark schwankenden Strom- beziehungsweise CO2-Preisen bei hoher Nachfrage reduzieren. So können sie ihr Geschäft langfristig gegen Preisrisiken absichern

„Dies ist eine attraktive Möglichkeit, Strommengen aus erneuerbaren Energiequellen zu sichern und zu managen“, erklärt Andree Stracke, Chief Commercial Officer Origination & Gas Supply bei RWE Supply & Trading. Angesichts der Wachstumsperspektiven im Bereich der Erneuerbaren und dem steigenden Interesse seiner Kunden an immer mehr Grünstrom seien PPAs ein weiterer logischer Schritt. „Der Vertrag unterstreicht das Engagement von RWE im belgischen Energiemarkt und unser Ziel, die Aktivitäten im Bereich der Erneuerbaren Energien auszubauen“, betont Stracke.

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