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Dunkelflaute: Wenn Wind und Sonne Pause machen
Windkraft und Photovoltaik gewinnen rasant Markanteile, doch bei bestimmten Wetterlagen produzieren sie kaum

Der Energiemix wird zunehmend grün: Wind und Photovoltaik gewinnen rasant Markanteile. Je nach Witterung können sie inzwischen einen erheblichen Teil der Stromversorgung übernehmen. Aber was, wenn kein Wind die Wolken vertreibt?

Dichte Wolken verhängen den winterlichen Himmel über weiten Teilen Deutschlands. Und kaum ein Lüftchen schickt sich an, sie zu vertreiben. Manch einem schlägt die dunkle Jahreszeit aufs Gemüt. Erneuerbare Energien schickt sie gleichsam in Urlaub.

Genau das passierte im Januar 2017: Vom 17. bis zum 25. Januar ließen in Süddeutschland dicke Wolken kaum einen Sonnenstrahl bis zu den Photovoltaikanlagen. Gleichzeitig herrscht im Norden eine anhaltende Windstille. Entsprechend fiel die Stromproduktion aus den erneuerbaren Energiequellen Wind und Sonne nahezu vollständig aus. Dunkelflaute nennt man dieses Phänomen, das die Abhängigkeit vom Wetter bei der Energiewende noch einmal klar vor Augen führt. Und solche Dunkelflauten können Einschätzungen von Experten zufolge mehrmals im Jahr auftreten.

Konventionelle sprangen ein

Die Kunden haben von der Dunkelflaute nicht viel gemerkt. Denn die Energieversorger fuhren konventionelle Kraftwerke hoch. Ob Gas-, Kohle- oder Kernkraftwerke: Sie alle produzierten in den Tagen Anfang 2017 auf Hochtouren. Gemeinsam lieferten sie zeitweise fast 90 Prozent des Stroms, der in Deutschland verbraucht wurde. Alles also kein Problem? Nein. Bisher nicht.

Aber die Situation bietet einen Ausblick auf eine Situation am Strommarkt, die künftig zu einem Problem werden könnte.

Konventionelle Reserven sind teuer

Denn viele der Kraftwerke, die während der Dunkelflaute 2017 die fehlende Energiemenge lieferten, gehen nach und nach vom Netz.

Um eine zuverlässige Kapazitätsreserve zu gewährleisten, braucht es einen verlässlichen strukturellen Rahmen. Ein Beispiel dafür ist der so genannte Kapazitätsmarkt, den es unter anderem in Großbritannien schon gibt. Kraftwerksbetreiber bieten dort die Leistung ihrer Anlagen als Reserve an. Die Höhe der Vergütung, die sie dafür erhalten, wird auf Auktionen ermittelt. Ein Vorteil für die Kunden liegt darin, dass sich die Wettbewerber dabei gegenseitig unterbieten.

Erneuerbare Energien sind grundsätzlich sicher

Mittelfristig führt kein Weg daran vorbei, Elektrizitätsreserven über konventionelle Kraftwerke bereitzustellen. Allerdings hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) den regenerativen Energien grundsätzlich bescheinigt, über das Jahr hinweg zuverlässig Energie liefern zu können.

Je größer das betrachtete Gebiet ist, desto größer die Wahrscheinlichkeit, das irgendwo immer genügend Sonne oder Wind zur Stromproduktion nutzbar sind: Energie aus einer Region kann dann Ausfälle in einer anderen ausgleichen. Eine besonders hohe Versorgungssicherheit ließe sich also durch eine europaweite Stromverteilung erreichen.

Voraussetzung dafür wäre allerdings ein deutlicher Ausbau der Stromnetze, und ein Abbau von bürokratischen Hürden. Gerade an den Staatsgrenzen – auch innerhalb der EU – gibt es immer noch zahlreiche Engstellen, die den europaweiten Stromvertrieb hemmen. So bleibt die Eingliederung der erneuerbaren Energien und die Absicherung ihrer Volatilität eine der zentralen Herausforderungen der Energiewende – auch und insbesondere auf EU-Ebene.

Bildnachweis: metamorworks, shutterstock.com

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