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Wie sicher ist die Stromversorgung in der Energiewende?
7 Fragen, 7 Antworten zu Versorgungssicherheit jetzt und in Zukunft, zu Reserven und der Situation in Europa

Strom ist für unsere Gesellschaft unverzichtbar, Versorgungssicherheit essentiell. Die Energiewende stellt die Branche vor einige Herausforderungen. Der en:former beantwortet die wichtigsten Fragen in Kürze.

Versorgungssicherheit – was ist das überhaupt?

Verbraucher, Unternehmen und Behörden können jederzeit, ohne Unterbrechung Strom beziehen. Dafür sind vor allem drei Dinge nötig: genügend installierte Kraftwerkskapazität, eine sichere Brennstoffversorgung sowie ein hinreichend dimensioniertes Stromnetz.

Wie sicher ist die Stromversorgung in Deutschland und Europa?

Im internationalen Vergleich ist die Versorgungssicherheit in Deutschland sehr hoch. In den Jahren 2012 bis 2016 betrug die Nichtbelieferung mit Strom im Schnitt knapp 13 Minuten pro Jahr. In den meisten anderen europäischen Ländern sind es zwischen 20 und 60 Minuten.

Wie sieht das in Zukunft aus?

Es gibt Herausforderungen, die sich vor allem durch die Energiewende ergeben: Um die natürlichen Produktionsschwankungen von Wind- und Sonnenkraft geografisch auszugleichen, wäre ein rascher Netzausbau nötig. Doch er verzögert sich. Die gesicherte Leistung wird nach dem Kernenergieausstieg Ende 2022 relativ knapp. Eine Studie der enervis energy advisors zeigt eine Sicherheitsmarge von nur noch zwei Gigawatt. Die Übertragungsnetzbetreiber gehen schon ab 2020 von Unterkapazitäten aus.

Ist bei Versorgungssicherheit nur Strom wichtig?

Gas gehört auch dazu. Gerade in Zeiten hoher Stromnachfrage im Winter, ist die Gasnachfrage auf dem Wärmemarkt hoch. Hier muss die Lieferkette reibungslos funktionieren, sonst kann das Auswirkungen auf die Stromversorgung haben.

Welche Reserven gibt es?

Aktuell gibt es die Sicherheitsbereitschaft für Braunkohlekraftwerke: Wenn der Übertragungsnetzbetreiber die Betriebsbereitschaft der Kraftwerke anfordert, stellt der Kraftwerksbetreiber diese her. Danach können die Kraftwerke binnen 24 Stunden auf Volllast hochgefahren werden.

Hinzu kommt die Netzreserve: Während im Sommer die Übertragungsnetze groß genug sind, um Süddeutschland mit Windkraft aus dem Norden zu versorgen, steigt der Stromverbrauch im Winter oft so hoch, dass die nötige Menge die Netze überlasten würde. Dann werden Kraftwerke im Norden gedrosselt und Kraftwerke in Süddeutschland, die im Sommer abgeschaltet sind, werden hochgefahren, um die größere Nachfrage dort zu decken.

Künftig sollen auch noch Kraftwerke in Kapazitätsreserve vorgehalten werden für den Fall, dass die Stromnachfrage das Angebot am Markt deutlich übersteigt.

Ist Versorgungssicherheit gesetzlich geregelt?

Die Übertragungsnetzbetreiber sind nur für den sicheren Betrieb des Stromnetzes zuständig. Die Bundesnetzagentur kann die Abschaltung von systemrelevanten Kraftwerken untersagen. Einen geregelten Mechanismus, der Angebot und Nachfrage in Einklang bringt, gibt es aber nicht.

Wie sicher ist die Versorgung in Großbritannien und den Niederlanden?

Nach 2020 wird erwartet, dass die aktuell sehr hohe Versorgungssicherheit in den Niederlanden geringer wird, weil etwa Kraftwerke stillgelegt oder eingemottet werden. Die Niederlande werden dadurch abhängiger von anderen Ländern, zum Beispiel Deutschland.

Der britische Kapazitätsmarkt ist so berechnet, dass das Angebot die Nachfrage in Extremsituationen bis zu drei Stunden pro Jahr theoretisch nicht decken würde. In der Praxis ist die Versorgung mit Strom aber jederzeit gesichert.

Bildnachweis: euregiocontent, shutterstock.com, smartdesign91, shutterstock.com

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