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IEA: Emissionen werden nach der Pandemie wieder ansteigen
Treibhausgasemissionen erreichen durch Covid-19 ein historisches Tief. Doch der Trend könnte nur kurz andauern

Laut eines neuen Berichts der Internationalen Energieagentur IEA (auf Englisch) sind die durch den Energiesektor verursachten CO2-Emissionen im Jahr 2020 um 5,8 Prozent gesunken – das größte Minus seit dem Zweiten Weltkrieg. In absoluten Zahlen war der Emissionsrückgang im vergangenen Jahr mit fast 2000 Millionen Tonnen (Megatonnen, Mt) CO2 laut IEA „beispiellos in der Geschichte der Menschheit“.

Die im Bericht veröffentlichten Zahlen und Daten unterstreichen dabei die einschneidenden und massiven wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Corona-Pandemie und der global verhängten Lockdown-Maßnahmen. Die starke Einschränkung des Straßen- und Luftverkehrs führte beispielsweise dazu, dass die globalen Emissionen aus dem Ölverbrauch von 11.400 Mt im Jahr 2019 um über 1.100 Mt im Jahr 2020 sanken.

Positiver Zukunftstrend

Die langsam voranschreitende wirtschaftliche Erholung und der weltweite Impfstart legen zwar die Vermutung nahe, dass die Emissionen bald wieder ansteigen werden, doch die Daten der IEA lassen auch einige grundlegend positive Trends durchblicken: So verzeichneten emissionsarme Energieträger und Technologien, allen voran Wind- und Solarenergie, 2020 mit 20 Prozent ihren bis dato größten Anteil am globalen Strommix – und somit einen Prozentpunkt mehr als noch 2019.

Auch die E-Mobilität erlebte ein deutliches Wachstum: Die Verkäufe von E-Autos stiegen um 40 Prozent auf über drei Millionen. Ein beachtlicher Wert – gerade im Kontrast zu den gleichzeitig weltweit um 15 Prozent zurückgegangenen Verkäufen in der gesamten Autoindustrie. Auch der Stromsektor verbuchte historische Zahlen: Die 2020 um 3,3 Prozent gesunkenen Emissionen bedeuteten den größten Rückgang in der Geschichte.

Letzteres lag nicht etwa an einer infolge der Corona-Pandemie niedrigeren Nachfrage, sondern vor allem am zunehmenden Erneuerbaren-Anteil an der Stromerzeugung. Dieser stieg von 27 Prozent im Jahr 2019 auf 29 in 2020 – laut IEA der größte Jahresanstieg seit Beginn der Aufzeichnungen.

Ein Blick in die Zukunft  

Nirgendwo ließ sich dieser Umstand so deutlich beobachten wie in der EU, wo die jährlichen CO2-Emissionen im Vergleich zu 2019 um ganze zehn Prozent sanken. Gleichzeitig stieg der Erneuerbaren-Anteil an der Stromerzeugung um vier Prozentpunkte auf einen Rekordwert von 39 Prozent. Das ist vor allem auf die um 20 Prozent gesunkene Kohleverstromung zurückzuführen. Anlass für einen optimistischen Blick in die Zukunft geben vor allem zwei bereits zuvor genannte Aspekte: Eine gesellschaftlich wachsende Vorliebe für E-Mobilität und höhere Erneuerbaren-Anteile in einem effektiv arbeitenden Stromsystem.

Dass es auch auf lange Sicht eher schwierig wird, auf diesem niedrigen Emissionsniveau zu bleiben, wurde bereits zum Ende des letzten Jahres deutlich: Als die erste Viruswelle abflachte, stiegen die monatlichen Emissionswerte in vielen Ländern bereits wieder auf das vorpandemische Niveau – in einigen Regionen der Welt auch darüber hinaus. Laut IEA wird es demnach eine große Herausforderung sein, sicherzustellen, dass die globalen CO2-Emissionen schon 2019 ihren absoluten Höhepunkt erreicht haben werden.

Bereits in einem im Juni veröffentlichten IEA-Bericht (auf Englisch) forderte die Energieagentur zu raschen strukturellen Veränderungen in der Art und Weise der Energieerzeugung- und Nutzung, um eines erneuten Emissionsanstieg zu verhindern.

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