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„Sustainable Finance“ – nachhaltig investieren
„Grüne“ Kredite und Geldanlagen liegen im Trend. Die EU plant einheitliche Standards für den Finanzmarkt

Mit dem European Green Deal hat sich die EU das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 der erste komplett klimaneutrale Staatenbund zu werden. Um das zu erreichen, sind tiefgreifende Veränderungen in allen Sektoren notwendig. Dazu muss auch der Finanzbereich beitragen – und zwar durch Finanzierungsmodellen für anstehende Investitionen in den unterschiedlichen Sektoren. Denn nur wenn Unternehmen in mehr Nachhaltigkeit investieren, können die EU-Staaten ihre Treibhausgasemissionen soweit reduzieren, dass die Netto-Null erreichbar wird. In unserer en:former-Serie „Sustainable Finance“ werfen wir einen Blick auf die Pläne der Europäischen Kommission für den Finanzmarkt, die Möglichkeiten nachhaltiger Investments sowie den Trend „Green Banking“.

Klimafreundlich investieren

Bereits im Frühjahr 2018 hat die EU-Kommission einen Plan mit Maßnahmen veröffentlicht, die diese Transformation unterstützen sollen. Eine Expertengruppe hat die wissenschaftliche Basis für den „EU Sustainable Finance Action Plan“ im März 2020 vorgelegt und eine ganze Reihe Studien dazu abgeschlossen. Sie zeigen auf, wie man den Finanzmärkten Anreize für Umwelt- und Klimaschutz geben und die Finanzierung von nachhaltig handelnden Akteuren attraktiver machen könnte.

Als Herzstück des Aktionsplans bezeichnet die EU die sogenannte Taxonomie. Das ist ein Klassifizierungssystem, mit dem die Nachhaltigkeit von Unternehmen beziehungsweise ihre Aktivitäten eingestuft werden sollen.  Jede Investition einer Firma muss sich positiv auf bestimmte Ziele auswirken, die in einem Katalog definiert sind, und soziale Mindeststandards erfüllen, um als nachhaltig eingestuft zu werden. Im Energiesektor sollen zum Beispiel Schwellenwerte für CO2-Emissionen gelten, die regelmäßig gesenkt werden. Anhand der Taxonomie sollen Anleger besser beurteilen können, ob ihre Investitionen im Einklang mit den Klimazielen stehen. Größere Unternehmen werden ab dem Finanzjahr 2021 Veröffentlichungen nach der Taxonomie durchführen müssen.

Anleihen und Fonds

Institutionelle wie auch private Investoren, die ihr Geld nachhaltig anlegen möchten, sollen in sogenannte „Green Bonds“ investieren . Dabei handelt es sich um Anleihen, deren Erlöse „grüne“ Projekte finanzieren oder refinanzieren. Die Emittenten solcher Wertpapiere müssen bestimmte Kriterien einhalten, um das EU-Label „Green Bond“ zu erhalten. Die EU-Kommission arbeitet im Rahmen des „European Green Deal Investment Plan“ (der en:former berichtete) gerade an einem entsprechenden Standard. In der zweiten Folge unserer Serie schauen wir uns dieses Konzept genauer an. Ergänzend plant die Kommission, einheitliche Labels für „grüne“ Finanzprodukte einzuführen.

Doch schon heute hält der Markt Möglichkeiten zur „grünen“ Geldanlage bereit: Spezielle „Green Funds“, also Investment- oder Aktienfonds, die das Geld der Anleger in nachhaltige Initiativen oder Unternehmen investieren. Die öffentliche Hand fungiert dabei als Prüfinstanz und garantiert so den Umwelteffekt. Teilweise sind damit steuerliche Vorteile gegenüber anderen Geldanlagen verbunden.

„Grüne“ Kredite boomen

Neben Unternehmen und privaten Anlegern können sich auch die Banken selbst im Kampf gegen den Klimawandel positionieren. In der dritten Folge dieser Serie geht es um die Vergabe direkter Bankkredite für „grüne“ Investitionen. Solche „Green Loans“ bieten Kreditnehmern die Möglichkeit, nachhaltige Projekte zu besonders günstigen Konditionen zu fördern. Das weltweite Volumen hat sich Bloomberg zufolge zwischen 2014 und 2018 fast vervierfacht und lag zuletzt über 55 Milliarden US-Dollar. Darüber hinaus gibt es bereits Banken, die das Geld ihrer Kunden ausschließlich in ökologische oder anderweitig nachhaltige Projekte investieren.

All diese Ansätze zielen darauf ab, mehr Investitionen für nachhaltige Aktivitäten bereitzustellen. Noch gibt es dafür an vielen Stellen keine einheitlichen Bewertungskriterien. Ziel des Aktionsplans der EU-Kommission ist es, das zu ändern. Das soll nicht nur die Transparenz erhöhen, sondern auch Anlegern und Unternehmen mehr Sicherheit auf dem Weg zur Klimaneutralität geben.

Bildnachweis: © RWE AG

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