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CO2-Abscheidungen weniger effektiv als Einsparungen bei Emissionen
Kanadische Studie untersucht die Auswirkungen positiver und negativer Emissionen auf die Atmosphäre

Im Pariser Klimaabkommen wurde das Ziel festgelegt, die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Dafür ist es dringend notwendig, den CO2-Ausstoß zu reduzieren und die Treibstoffemissionen bis zum Jahr 2050 gegen Null zu senken. Dies passiert vor allem durch den Ausstieg aus fossilen Energiequellen wie Kohle und Erdöl und den Umstieg auf Erneuerbare Energien. Um die Klimaziele bis 2050 erreichen zu können, sehen die meisten Szenarien der Klimaforschung es auf dem Weg zur Netto-Null als zusätzlich notwendig, der Atmosphäre aktiv Kohlenstoffdioxid zu entziehen und dauerhaft zu speichern. Eine aktuelle Studie der Simon Fraser University in Kanada hat nun die Effektivität solcher Maßnahmen genauer untersucht.

Die Entnahme von CO2 aus der Atmosphäre wird als Kohlenstoffdioxid-Abscheidung bezeichnet. Oftmals ist auch von sogenannten „Negativemissionen“ die Rede. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten. So kann CO2 etwa direkt aus Abgasen industrieller Prozesse abgeschieden und langfristig gespeichert werden, zum Beispiel in unterirdischen Speicheranlagen. Aber auch indirekte Maßnahmen wie die großflächige Anpflanzung von Bäumen, die Kohlenstoff auf natürliche Weise speichern, kommen zum Einsatz.

Treibhausgase besser direkt vermeiden

Bisher nahmen Forscher an, dass nach der Freisetzung von CO2 der Treibhauseffekt neutralisiert werden kann, wenn die gleiche Menge CO2 wieder eingefangen wird. Die Studie eines Forscherteams rund um die Physikerin Kirsten Zickfeld von der Simon Fraser University in Kanada zeigt jedoch, dass diese Annahme möglicherweise falsch ist. Zickfeld und ihr Team haben in ihrem Projekt die Wirkung positiver und negativer CO2-Emissionen auf die Atmosphäre untersucht. Dazu haben sie in einem Erdsystemmodell die Freisetzung und Abscheidung großer Mengen Kohlenstoff simuliert.

Mit eindeutigem Ergebnis: Die Simulation zeigt, dass das Erdsystem unterschiedlich stark auf Emissionen und eine gleichwertige Entnahme von Kohlenstoffdioxid reagiert. Wird CO2 ausgestoßen, erhöht das demnach die Kohlenstoffkonzentration in der Atmosphäre stärker, als sie durch die Abscheidung der gleichen Menge gesenkt werden würde. Die Reaktion der Atmosphäre auf positive und negative Emissionsimpulse ist also asymmetrisch. Und: Je größer die freigesetzte Menge an Kohlenstoff, umso größer auch die Unterschiede in den Reaktionen.

Das bedeutet auch, dass der Ausstoß und die gleichzeitige Entnahme derselben Menge CO2 unterschiedliche klimatische Auswirkungen haben, als die direkte Einsparung dieser Emissionen. Konkret heißt das: Um Emissionen zu neutralisieren, muss laut den Ergebnissen der Studie eine entsprechend größere Menge CO2 eingefangen werden, als ursprünglich ausgestoßen wurde. Treibhausgase einzufangen ist somit weniger effizient als die direkte Einsparung von CO2, indem Emissionen von Anfang an vermieden werden.

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