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Globale Investitionen in Erneuerbare erreichen Rekordwert in 2021
Immer mehr Kapital fließt in nachhaltige Projekte, aber das Tempo muss steigen, um die Netto-Null zu erreichen

In der ersten Jahreshälfte von 2021 wurden weltweit 174 Milliarden Dollar in Erneuerbare Energien investiert. Das sind 1,8 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2020 und ein Rekordwert für die ersten sechs Monate eines Jahres. Und das, obwohl sich die Welt immer noch von den Auswirkungen der Covid19-Pandemie erholen muss.

Noch beeindruckender sind die Zahlen des Investitionstrackers des Beratungsunternehmens BNEF für Investments in Erneuerbare Energien: Unternehmen aus dem Erneuerbaren-Sektor und aus verwandten Bereichen brachten demnach 28,2 Milliarden US-Dollar in öffentliche Märkte ein – ein Sprung von 509 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr des Vorjahres. Auch Risikokapital- und Privat-Equity-Fonds, also private Beteiligungen, sammelten 5,7 Milliarden Dollar, was einen Anstieg von 111 Prozent ausmacht. Beides sind neue Höchstwerte.

Rückgang bei Direktinvestitionen

Insgesamt gingen die Direktinvestitionen in neue Projekte im Bereich der Erneuerbaren Energien jedoch um 12 Prozent zurück, wie die Auswertung zeigt: Die Ausgaben für Solaranlagen stiegen zwar auf ein Allzeithoch von 78,9 Milliarden US-Dollar, gleichzeitig ging die Finanzierung von Windkraftanlagen aber auf 58 Milliarden Dollar zurück. Das ist eine Reduzierung um 30,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allerdings steht der Wert im Vergleich zur ersten Jahreshälfte von 2020, in der Windkraftinvestitionen in China und den USA massib in die Höhe schnellten.

Doch auch das erste Halbjahr von 2021 war nicht ohne Höhepunkte: So wurde die Finanzierung des 1,4-Gigawatt-Offshore-Windparks Sofia von RWE Renewables in dieser Zeit abgeschlossen. Mit einem Preis von 2,9 Millionen Dollar pro Megawatt (MW) Leistung zählt das Projekt laut BNWF zu einem der günstigsten in Großbritannien. Der Bericht hebt in diesem Zusammenhang auch die sinkenden Kapitalkosten im Offshore-Windsektor als Faktor für niedrigere Gesamtausgaben hervor – ein positiver Trend, sowohl für Entwickler als auch für Verbraucher.

Auch insgesamt verzeichnete Europa eine starke erste Jahreshälfte, in der sich Finnland zum größten Offshore-Windmarkt entwickelte und dabei die Gesamtinvestitionen aus dem Vorjahr verdoppelte. Aus Europa, dem Nahe Osten und Afrika kamen zusammen 36 Prozent der weltweiten Investitionen in die Windenergie, während der chinesische Markt mit Investitionen in Höhe von 21 Milliarden Dollar trotz des Auslaufens der Einspeiseprämien robust blieb. Dies deuten die Experten als weiteres Indiz für die Wettbewerbsfähigkeit der Windenergie als Energiequelle.

Der Solarmarkt glänzte in der ersten Jahreshälfte ebenfalls mit Gesamtinvestitionen in Höhe von 7,7 Milliarden Dollar in China und 11,7 Milliarden Dollar in den USA. Die Zahlen für kleinere Solarprojekte, von denen ein Großteil in Europa angesiedelt ist, ist hingegen deutlich schwächer. Der Bericht zitiert aber Preis- und Zolldaten, die darauf hindeuten, dass der Markt „fast überall“ auch weiterhin gut liefe.

Unternehmensfusionen und -übernahmen steigen an

Die Kapitalbeschaffung ist auch ein guter Indikator für zukünftige Investitionen. Und Unternehmen aus dem Erneuerbaren-Sektor beschaffen sich ihre Mittel auf sehr unterschiedliche Weise, beispielsweise durch die Ausgabe von Aktien oder den Verkauf von Anleihen, um in neue Projekte investieren zu können.

Ein weiterer Indikator für zukünftige Trends sind Fusions- und Übernahmeaktivitäten. Dadurch wird zwar kein neues Geld bereitgestellt, sie ermöglichen es Investoren aus der Frühphase jedoch, sich zu diesem Zeitpunkt aus Unternehmen zurückzuziehen und ihr Kapital in neue Projekte zu investieren. Im Bericht der BNEF ist von Unternehmensfusionen und -übernahmen sowie Private-Equity-Buyouts in Höhe von 22,4 Milliarden Dollar im ersten Halbjahr 2021 die Rede – 25 Prozent mehr als in der ersten Hälfte von 2020.

Trotz des Rekordhalbjahres und des zunehmenden Kapitals für Erneuerbare Energien kommen die Analysten allerdings zu dem Ergebnis, dass eine sofortige Beschleunigung der Investitionen erforderlich ist, um auf den Weg zu Netto-Null-Emissionen zu gelangen.

Bildquelle: RWE AG

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