Offshore-Windkraftanlagen vor der englischen Küste
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12 Länder wollen 380 Gigawatt Offshore-Wind-Kapazität bis 2030
Global Offshore Wind Alliance formiert sich, um die Nutzung der Windenergie auf See voranzutreiben

Auch wenn der große Durchbruch bei der diesjährigen Weltklimakonferenz in Scharm El-Scheich ausblieb, konnten in vielen Feldern Fortschritte erzielt werden. Das gilt auch für die Offshore-Windenergie. So ist die Global Offshore Wind Alliance (GOWA), die wenige Wochen vor der COP27 von Dänemark, der International Renewable Energy Agency (IRENA) und dem Global Wind Energy Council (GWEC) gegründet worden.

Dem Bündnis für einen beschleunigte Ausbau der Offshore-Windenergie sind weitere elf Mitglieder beigetreten. Mit Belgien, Großbritannien, den Niederlanden und Deutschland sind nun alle großen Windstromerzeuger Europas dabei und dank des Beitritts von Norwegen auch alle Nordseeanrainer. Aus Europa sind zudem Irland und Portugal hinzugekommen. Beide Länder verfügen bisher nicht über erwähnenswerte Windräder im Meer, aber beide wollen dies bald ändern.

Offshore-Windkraft rund um den Globus

Jenseits des Ozeans ist mit den USA ein potenzieller Gigant der Offshore-Windkraft Mitglied geworden. Zwar hat das das Land bislang nur wenige Offshore-Windparks in Betrieb, aber dafür sehr ambitionierte Ausbaupläne: Bis 2030 sollen Windräder vor Ost- und Westküste mit einer Gesamtleistung von 30 Gigawatt errichtet werden. Kolumbien ist vor allem bekannt für sein Hochland. Doch vor allem seine Karibikküste bietet nach Regierungsplänen ein Potenzial von 50 Gigawatt für Offshore-Windkraft. 2023 sollen die ersten Konzessionen ausgeschrieben werden.

Auf der anderen Seite der Erdkugel sind Japan und Australien der Allianz beigetreten. Japan besitzt kaum nutzbare Energieressourcen an Land und will die Offshore-Windkraft nutzen, seine Abhängigkeit von Energieimporten zu verringern. Australien hingegen strotzt nur so vor nachhaltigen Energiequellen. Das Land will zum Erneuerbaren-Exporteur werden – durch Seekabel nach Südostasien, aber auch durch die Ausfuhr von grünem Wasserstoff. Eine wichtige Rolle könnten dabei die rund 4.000 Terawattstunden Offshore-Windstrom spielen, die Australien Schätzungen zufolge allein aus seichten Küstengewässern beziehen könnten.

380 Gigawatt bis 2030 aus Offshore-Windkraft

Mit ihrem Engagement wollen die Mitglieder der GOWA den Ausbau der Offshore-Windkraft weltweit beschleunigen. Das Ziel: von 57 GW heute hin zu 380 GW globaler Erzeugungskapazität im Jahr 2030. Damit könnte dies Windkraft auf See nach IRENA-Schätzungen 24 Prozent der weltweiten Stromversorgung decken. Damit will die GOWA frühere Ziele ihrer Gründungsmitglieder IRENA und GWEC um 40 Prozent übertreffen. Noch im Herbst 2021 hatten sie in ihrem Global Offshore Wind Report 2021 (Link in Englisch) 270 GW als Ziel für 2030 angegeben.

Erreicht werden sollen das durch die Verbesserung der weltweiten Kooperation und den Abbau von Hindernissen – auch in Ländern, die von der Technologie bisher keinen Gebrauch machen. Aus Sicht der GOWA (Link in Englisch) können mit Offshore-Windkraft in kurzer Zeit große Erzeugungskapazitäten aufzubauen. Dies gebe Staaten die Möglichkeit, die Lücke zwischen Klimazielen und tatsächlichem Stand der nationalen Energiewende zu schließen.

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